Meanings
- 1.
nach dem Bonner Phonetiker Paul Menzerath benanntes Sprachgesetz, das die Abhängigkeit der Größe der Bestandteile (Konstituenten) einer sprachlichen Einheit von der Größe dieser Einheit bestimmt
- “Das Menzerathsche Gesetz bedeutet, auf das Verhältnis von Wort und Silbe angewendet: „Die Länge der Silben ist eine Funktion der Zahl der Silben im Wort.“”
- “Das Menzerathsche Gesetz gilt meist in der Form: „Je größer das Ganze (das Konstrukt), desto kleiner die Teile (die direkten Konstituenten).“”
- “„Das von Altmann … formulierte und von ihm so getaufte Menzerathsche Gesetz besagt, daß die Länge von linguistischen Einheiten (Komponenten) eine Funktion der Länge des aus ihnen gebildeten Konstrukts ist.“”
- “„Das Menzerathsche Gesetz beschreibt die Beziehung zwischen der Größe eines sprachlichen Konstrukts und der Größe seiner Konstituenten.“”
- “„Das sogenannte »Menzerathsche Gesetz« setzt zum Beispiel die Länge einer sprachlichen Einheit in Abhängigkeit von ihren Konstituenten: je länger ein Wort ist, desto kürzer sind seine Silben.“”
- “„Die Bandbreite reicht von Frequenz- und Distributionsanalysen für Zeichen und Zeichenketten, Wörter und Wortgruppen, ausgewählte Wortklassen etc. (in Songtexten finden sich z. B. überproportional häufig Verbformen in der 1./2. Person, die im alltäglichen Sprachgebrauch eine große Rolle spielen, in Schriftsprache aber eher Mangelware sind) bis hin zum Nachweis der Anwendbarkeit quantitativer Sprachgesetze wie dem Zipfschen Gesetz (= die Auftretenshäufigkeit sprachlicher Konstrukte ist umgekehrt proportional zu ihrer Rangfolge) oder dem Menzerathschen Gesetz (= die Komplexität einer sprachlichen Einheit beeeinflusst die Längen ihrer unmittelbaren Konstituenten).“”
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