Meanings
- 1.
(im muslimisch-orientalischen Kontext) nach (vor-)islamischer Vorstellung ein übersinnliches, ins menschliche Leben schädlich oder helfend eingreifendes Geisterwesen, das in aller Regel für den Menschen unsichtbar ist, jedoch mitunter diesem in menschlicher oder tierischer Gestalt sichtbar werden kann (dem Koran zufolge ist es ein aus rauchlosem Feuer erschaffenes Mittelwesen zwischen den Menschen und den Engeln und gehört mit diesen beiden zu den vernünftigen Wesen; dem islamischen Volksglauben nach kann es auch Besitz vom Menschen ergreifen)
- “„Sag: Mir ist (als Offenbarung) eingegeben worden, daß eine Schar Dschinn (mir beim Vortrag des Korans) zuhörten und daraufhin (zu ihren Artgenossen) sagten: […]“”
- “„Schahrijars Ring setzt viel Wissen über den Islam voraus, doch vieles ist dem westlichen Leser auch bekannt, etwa die bösen und die guten Dschinn oder Geister, die auch in der Bibel eine Rolle spielen.“”
- “„Die Hände der Dschinnen machten sich an meinem Körper zu schaffen.“”
- “„Man konnte beinahe die unsichtbare Faust des eifersüchtigen Dschinns sehen, wenn sie Großvaters Kinn traf.“”
- “„Ein böser Dschinn hatte sie in ein liebloses arabisches Frühstück verhext, das allmorgendlich, wenn die Sonne die Dachterrasse erwärmte, in einem dort oben errichteten Häuschen hingestellt wurde.“”
- “„Sein Attentat hatte Wellen geschlagen, aber Stern hatte keinen Helden erzeugt, sondern den Dschinn aus der Flasche gelassen.“”
- “„So einen Ort gibt es in der Stadt nicht, aber außerhalb ihrer Mauern, vielleicht so 500 Meter von ihnen entfernt, steht eine uralte Ruine, in die niemand mehr geht, weil alle glauben, dass ein Dschinn in ihr wohnt.“”
- “„Und die Hyänen dienen nicht nur als Orakel und kostenlose Müllabfuhr, sie säubern die Stadt auch noch von Dschinns.“”
- “„In einer psychologischen Interpretation könnte man den Dschinn demnach auch als einen dunklen, unbewussten Teil bezeichnen, von dem sich der Mensch leicht verführen lässt, wenn er nicht für Klarheit sorgt. Mohammed selbst räumt im Koran ein, einen Dschinn zu haben, allerdings würde Gott ihm helfen, mit diesem umzugehen, sodass dieser nur zu Gutem rate. So ein guter Dschinn steigt auch aus Aladins Öllampe und verhilft ihm zu Reichtum und Macht. Ein gefährlicher Dschinn wiederum schlüpft aus der Flasche, die der Fischer in Tausendundeine Nacht aus dem Meer zieht.“”
- “„Wir Frauen aber wissen es, wir wissen, dass es viele Dschinn geben wird, und auch, wo sie sich aufhalten: unter der Spüle, im Badezimmer, hinter dem Wassertank aus Blech, über dem Küchenverschlag, unter den Betten der einsamen Frauen, hinter den Gardinen der Pubertierenden, die sich in ihren neuen Körpern nicht zurechtfinden, in den Schränken der Kinder …“”
- “„Laut dem Koran sind Dschinn Geister, die tausend Jahre vor Adam erschaffen wurden. Der aus schwarzem Lehm erschaffene Mensch ist ein sichtbares Wesen, der aus rauchlosem Feuer erschaffene Dschinn hingegen ist unsichtbar. Dschinn gibt es zuhauf, und sie unterscheiden sich voneinander in vielerlei Hinsicht. Manche sind böse.“”
- “„Sie heißt Gharapuri, liegt zwischen Panvel und Manbai im Meer und ist ein grausiger Ort voller Dschinnen.“”
Englishdjinn, jinn, djinnee, jinnee, djinni, jinni, genieEspañolgenio, djinFrançaisdjinn, génieItalianoginn, jinn, genio, djinPortuguêsgênio, génio, djinnРусскийджинн, генийTürkçecin, cinayetУкраїнськаджин, генійΕλληνικάτζίνιTiếng Việtthần đèn, djinالعربيةجن, جني
Declension
| Case | singular | plural |
|---|---|---|
| nominative | der Dschinn | die Dschinn |
| accusative | den Dschinn | die Dschinn |
| dative | dem Dschinn | den Dschinn |
| genitive | des Dschinns | der Dschinn |